Sein. Einfach sein oder, wieso uns das so schwer fällt.

Da sind diese Tage. Das ist dieses Wort. SEIN.
Überall begegnet es uns. Ich finde es ein sehr einfaches und doch so kraftvolles Wort.

Sein. Einfach sein. Das tönt so einfach. Doch ich finde es die grösste Herausforderung überhaupt.

 

Warum fällt es uns so schwer, einfach mal zu sein. Warum fühlen wir uns oft so getrieben? Getrieben vom Tun und vom Müssen. Die zwei hetzen uns durch die Tage und abends fallen wir müde ins Bett und ertappen uns bei der Frage, wo sind all die Stunden geblieben?

 

Wieso finden wir oft nicht mehr die Ruhe, einfach mal auf dem Sofa zu sitzen und nichts zu tun? Vielleicht weil doch so oft das schlechte Gewissen bei uns anklopft und uns freundlich ermahnt, dass wir doch bitte etwas tun sollen. Also tun wir etwas. 

 

Aber wieso nicht einfach mal nur sein? Wieso verbinden wir dieses einfach sein mit so viel negativem? Wieso hat sein einen schlechten Ruf?

Weil uns doch von klein an mitgegeben wurde, wer etwas erreichen will, die oder der muss hart arbeiten. Einfach so, gibt es nichts auf dieser Welt.
Nur wer wirklich hart arbeitet, die oder der bringt es zu etwas.

 

Doch ist das wirklich so?

 

Wieso erlauben wir uns nicht mehr, einfach nichts zu tun. Einfach unseren Gedanken nachzuhängen. Zu spüren. Uns zu spüren. Ist es vielleicht die Angst, dass wir uns dann plötzlich spüren könnten? Das wir merken, dass wir vor etwas weglaufen? Das wir spüren, dass  unser Herz eigentlich etwas anderes will. Was wäre daran so schlimm, dass zu merken? Etwas zu ändern?

 

Ist es denn ehrlich, sich selber ständig anzulügen. Sich zu verplanen und zu beschäftigen, damit wir nicht spüren müssen. Warum tun wir das, immer wieder?

Warum lassen wir die Zweifel nicht einfach los und erlauben uns mehr Zeit mit uns selber? 

 

Ausreden entstehen. Ich kann nicht, weil. Es gibt immer etwas. Wieso es also nicht einfach trotzdem tun. SEIN. 

 

Probiere es aus. Vielleicht in kleinen Schritten. 

Mal zuerst nur 5 Minuten. Wieder spüren wie sich das anfühlt. Aushalten. Nicht gleich wieder zum Handy greifen. SEIN. 

 

Dann 10 Minuten. Wieder spüren, aushalten. Sein. 

 

Schenke Dir immer wieder Zeit. Zeit mit Dir. Und Du wirst merken, dass so viel unglaublich viel wertvolles in Dir schlummert. 

 

Ich stimme für mehr SEIN. Sein mit Dir. Machst Du mit?

 

Herzgruss 

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Kommentare: 2
  • #1

    Hilde (Mittwoch, 09 August 2017 11:04)

    toller Artikel und so passend! Es fällt tatsächlich nicht leicht, sich darauf einzulassen...

  • #2

    Andreas (Donnerstag, 24 August 2017 22:50)

    Toller Beitrag! Und süßes Foto (-; Ich glaube eigentlich, es ist einfach nur Gewohnheit, und sicher bei einigen auch Angst, dass sie einfach mit den Gefühlen, die dann hochkommen, auftauchen, nicht umgehen können. Weil sie das nicht gelernt habe...