· 

Falsche Erwartungen und Nahrung für unsere Zweifel

Ich denke, viele von uns kennen das. Voller Freude kreieren wir etwas. Früher, als es Social Media und Co. noch nicht gab, zeigten die Menschen ihre Werke in einer Ausstellung, durch Mund-zu-Mund oder in einem Schaufenster. Das Problem dabei, es konnten natürlich nie so viele Menschen erreicht werden wie heute. Das Positive dabei, niemand klebte ein "Daumen hoch" ans Schaufenster. War das vielleicht einfacher mit den Erwartungen? 

 

Mir wird das gerade bewusst, mit meinem neuen Webauftritt und dem ersten Newsletter. Für mich immer noch zentral, ich habe alles aus purer Freude kreiert. Und noch wichtiger, ich tue es immer noch. Weil mein Tun mir pure Freude kreiert. Ich kann gar nicht anders. DOCH, sobald wir mittels einem Newsletter unsere Botschaft versenden, die Informationen über Social Media verbreiten, reift ganz tief in uns eine Erwartung. 

 

Diese Erwartung wird genährt, durch unsere Gedanken, Erfahrungen, Werte, Sorgen und Zweifel. Stunden und Tage vergehen und es passiert nicht viel. Oder zumindest nicht das, was wir erwarten. Erwartungen werden natürlich  zusätzlich dadurch genährt, dass wir im Social Media-Bereich viele Menschen antreffen, die uns das Gefühl geben, dass es gleich funktioniert und dies mit einem Millionenumsatz. 

 

Mmhh! Wie damit umgehen? 

Stellen wir uns doch vor, wir lassen aus allen Gedanken, Sorgen, Zweifeln und Erwartungen ganz bunte wundervolle Seifenblasen entstehen. Ich verbinde Seifenblasen mit Leichtigkeit. Und, sie zerplatzen irgendwann. Das schafft bei uns Platz für Neues. Neue Gedanken.

 

Wir suchen einfach aus, welche Gedanken uns gut tun. Die anderen werden zu Seifenblasen oder zu Heissluftballonen die irgendwann am Horizont wieder verschwinden.
 

Das gleiche gilt für alles, was wir ins Schaufenster "Social Media" platzieren. Lösen wir uns von Daumen, Kommentaren  und Herzen als Wertung für unser Tun. Geschieht das Tun mit Freude und Herz, tun wir es immer wieder. Wir können gar nicht mehr anders. Ich kann nicht mehr anders. Wenn ich male, kreiere, und aus Freude im Tun bin, lasse ich los.
Ich bin bei mir und schöpfe aus mir. Also lasst uns die Freude an dem, was wir voller Freude und Herzblut erschaffen, nicht erlöschen, NUR weil wir von aussen nicht die Reaktionen erhalten, welche wir erwarten. Oder das Gefühl haben, zu erwarten.

 

Das ist ein Killer jeder Kreativität und aller Freude. 

Und Freude entsteht darin, in dem wir es trotzdem weiterhin tun.

Immer wieder. Abseits jeder Wertung, Erwartung und allen Zweifeln gegenüber.  

Und wem das mit den Seifenblasen und dem Loslassen zu schnell geht, für den gibt es die Variante mit dem Heissluftballon. Das geht etwas langsamer vor sich, doch auch da entsteht die Distanz und irgendwann das Loslassen. Das Loslassen von Erwartungen im Aussen. Gelingt uns das - nähren wir uns selbst und wir verlieren die Abhängigkeit vom Aussen. Vielleicht eine lebenslange Übung - jedoch eine absolut wertvolle. 

 

Dies ist für mich gleichgesetzt mit einem Leben in Selbstverantwortung. Wir entscheiden, was wir denken. Wir entscheiden was wir erwarten und wir entscheiden ob wir unserer Freude nachgehen. 

 

Ich wünsche Euch allen einen ganz wundervollen Wochenstart. Und viel Freude beim TUN aus FREUDE.

Herzlicher Gruss

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Helene Christen (Mittwoch, 18 Oktober 2017 09:09)

    Vielen Dank für diese Gedanken!
    Für mich gibt es keine falschen Erwartungen. Aber generell Erwartungen, ja das passiert mir oft und meistens ganz unbewusst. Wenn ich Enttäuschung ... fühle, frage ich mich oft, wieso ich enttäuscht
    bin. Da bin ich dann schnell bei meinen Erwartungen.
    Danke fürs erinnern, das hat mir grad sehr geholfen!