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Wie wäre ein Leben OHNE Smartphone? Ich will es wissen.

Oft lesen wir den Spruch "sei Du die Veränderung in der Welt, welche Du sein willst." Oder, wenn du etwas verändern willst, fange bei dir an. Das tue ich jetzt. Ich trenne mich von meinem Smartphone. Wichtig ist mir zu erwähnen, ich stelle mich nicht gegen die technische Entwicklung und das digitale Zeitalter. Doch im Rahmen meiner Selbstverantwortung will ich etwas mehr Zeit zurück, ohne Smartphone. Ich habe diesen Entscheid für mich schon länger gefällt. Doch als letzte Woche mein Sohn zu mir kam und meinte: "Ach Mama, jetzt bist du schon wieder am Handy!". Da wurde es mir nochmals bewusst. Ganz langsam und fast natürlich selbstverständlich, schleicht sich dieses Ding auf den Spielplatz, ins Kinderzimmer, an den Esstisch, auf das Sofa und ins Schlafzimmer. Warum nicht schnell noch vor dem Einschlafen die letzten Nachrichten beantworten und gleich morgens als erstes die Antworten lesen. 

 

Es gibt Menschen die können sich sehr gut abgrenzen und das Smartphone zu Hause einfach sein lassen.
Doch ich selber gehöre definitiv nicht dazu. Darum dieser Entscheid.

 

Ich werde weiterhin auf den sozialen Medien unterwegs sein. Ja. Ich werde weiterhin ein Handy besitzen. Ja. Doch eines, welches keine Faszination ausübt, dass ich es überall hin mitnehmen will wo ich doch so gut anderes tun kann. 

So gibt es dieses wundervolle Geschichte über Glück und Zufriedenheit:

 

Einige Schüler fragen ihren Zen-Meister, warum er so zufrieden und glücklich ist:

Der Zen-Meister antwortet: "Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich liebe, dann liebe ich ..."

 

"Das tun wir auch, antworteten seine Schüler, aber was machst Du darüber hinaus noch?" fragten sie erneut. 

Der Meister erwiderte: "Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich..."

 

Wieder sagten die Schüler: "Aber das tun wir doch auch Meister!" Er aber sagte zu seinen Schülern: 

"Nein - wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel."

 

Diese Geschichte lässt sich für mich mit dem Smartphone ganz wunderbar vergleichen. Wir tun damit alles und alles gleichzeitig. Wir hören unseren Kindern zu, kochen nebenbei, schreiben SMS und checken noch schnell Facebook und Co. Multitasking kann eine wertvolle Gabe sein, doch in meinem Alltag vermisse ich oft das eine nach dem andere. 

Mein neues Mobiltelefon kann nur Telefonieren und SMS schreiben. Punkt. Und für's Fotografieren einer meiner liebsten Beschäftigungen habe ich jetzt wieder einen Fotoapparat. Also, wenn ich telefoniere, dann telefoniere ich. Wenn ich schreibe dann schreibe ich. Und wenn ich fotografiere, fotografiere ich. 

 

Vorher mit dem Smartphone kam es mir an den schönsten und zauberhaftesten Orten in den Sinn, nachdem ich mit dem Handy ein Foto gemacht habe, schnell bei Facebook vorbeizuschauen oder die Mailbox zu aktualisieren. Oder allenfalls das Foto gleich zu posten. Und genau das, will ich nicht mehr. 

 

Wenn ich mich auf das Sofa gelegt habe, kam das Smartphone mit nebst meinem aktuellen Buch. Da ich zuerst dem Smartphone Vorrang gegeben habe, war oft meine "Couchzeit" vorbei und ich hatte keine einzige Seite gelesen.
Und auch das will ich nicht mehr. 

 

Wenn mein Sohn mir etwas erzählen will, mir etwas zeigen will oder er vor meinen Augen etwas zum ersten Mal tut, dann will ich das erleben. Denn diese Zeit, jeder Augenblick, der kommt nicht mehr. 

 

Klar, ihr denkt jetzt vielleicht, das ist doch pure Eigenverantwortung. Darum braucht man sich doch nicht gleich, von seinem Smartphone zu trennen. Stimmt. Doch ich will ich einfach wieder zwischendurch bewusster das tun, was ich gerade tue. 

Tataaaaaaaa! Darf ich euch vorstellen meine neuen Begleiter:

Das MP01 Handy ist von der Firma punkt.com und beim Fotoapparat handelt es sich um die Olympus PEN E-PL8
Das MP01 Handy ist von der Firma punkt.com und beim Fotoapparat handelt es sich um die Olympus PEN E-PL8

 

Seit ich diese "oberen" Zeilen geschrieben habe, sind bereits ein paar Tage vergangen. Meine ersten Erfahrungen sind positiv und gleichzeitig wird mir auch bewusst, was ich mit dem Smartphone alles getan habe. Für mich jedoch wohl die wertvollste Erfahrung im Moment ist, dass ich viel besser loslassen kann, wenn ich unterwegs bin. Wenn ich morgens einen "Post" auf den Social Media's poste und vielleicht das erste Mal wieder am Nachmittag oder am Abend online gehe, dann ist es viel weniger auf Erwartungen aufgebaut. Am Samstag bin ich Zug gefahren und habe es genossen, einfach nur in meinem Buch zu lesen. Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich Zeit zurück bekomme. 

 

Ich gebe zu, zwischendurch ertappe ich mich auch dabei, dass ich denke, jetzt wäre es grad praktisch, wenn ich ein Smartphone hätte. Ich mache auf jeden Fall weiter. Ich halte euch hier gerne auf dem Laufenden. 

 

Herzgruss

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