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Ist Wachstum im Schneckenhaus möglich?

Meine liebe Freundin, Julia Bigler (www.juliabigler.com) eine wundervolle Künstlerin mit Malatelier, hat sich diese Woche über Facebook folgende Frage gestellt: 

Manchmal würde ich mich am liebsten in mein Schneckenhaus zurück ziehen. Und dann denke ich: "ist Wachstum in der Komfortzone wirklich möglich?" Was meinst du?

 

Diese Frage hat mich nicht losgelassen. Meine Eingebung zu dieser Frage war. Warum nicht? Was ist, wenn wir den Rückzug bewusst vollziehen, uns dem Rückzug hingeben, ihn akzeptieren. Es uns im Schneckenhaus so gemütlich wie möglich machen und einfach mal sind (SEIN). Während wir uns dem hingeben, und einfach sind, lassen wir unseren Visionen freien Lauf. Wir stellen uns vor, wie es sich anfühlt zu wachsen, wie die nächsten Schritte aussehen? 

So behütet und aufgehoben im Schneckenhaus lassen wir es uns so richtig gut gehen. Wir verinnerlichen dieses Wachstum in uns, ganz tief in unserem Herzen. In dieser Schutzatmosphäre laden wir uns auf, schauen gut zu uns, zelebrieren uns. Und ganz wichtig, wir akzeptieren den bewussten Entscheid, uns zurückzuziehen. Anstatt das wir uns selbst bekämpfen und beschuldigen. 

Das sieht doch richtig gemütlich aus?


Wir lassen uns einfach gehen und - zurück zu Julia's Frage, erweitern zumindest schon mal gedanklich und ganz wichtig innerlich unsere Komfortzone. Es darf im Innen reifen. Wie im Moment die Natur das auch tut. Sie liegt brach. Sie bereitet sich vor, sie schont sich und wenn es Zeit ist, kommt sie raus und erblüht. In den schönsten und kräftigsten Farben. Das ist doch jedesmal ein Kraftakt und eine Komfortzonenerweiterung. Wir verurteilen die Natur für dieses brach liegen auch nicht. 

Also ihr Lieben, wenn ihr diese Zeilen liest, schaltet einen Gang zurück, erlaubt euch, einfach bei euch zu sein. Zieht euch ins Schneckenhaus zurück um zuerst im Innen zu wachsen, die Komfortzone kräftig auszudehnen um es dann, auch im Aussen zu TUN. 

 

Was ich für mich in dem ganzen mitnehme? Nicht nur Leistung zählt. Wir sind oftmals besser unterwegs, wenn wir uns Zeit für uns nehmen. Auch ganz bewusst mal gar nichts tun. Akzeptieren heisst loslassen.

 

"Und ich merke, wenn ich loslasse, habe ich die Hände und das Herz frei, um Neues zu empfangen. "

 

Also, bedankt euch beim Schneckenloch und verabschiedet euch, bis zum nächsten Mal. In der Akzeptanz liegt die wohl grösste Kraft. Lasst uns das JETZT küssen. Im Jetzt liegt Akzeptanz, Frieden, Selbstliebe und unglaublich viel Ruhe. 

Danke Julia, für diese tolle Frage, die hat mich inspiriert und sie tut es immer noch.
Warum sind wir bloss so streng mit uns selbst? 

 

Herzgrüsse zu euch und eure Meinung interessiert mich sehr. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Sylvia (Donnerstag, 01 Februar 2018 15:04)

    Wie gut mir dieser Beitrag doch tut... denn...ich bin recht ausgebrannt...habe 6 Wochen unbezahlten Urlaub beantragt um mich zu erholen....das ist nun in 2 Wochen so weit....und nun bin ich total blockiert und kann nichts buchen, nichts planen, nicht vorsorgen....sondern einfach aushalten....zurücklehnen....und schauen was passiert. Bei mir zuhause in meinem Schneckenhaus, in dem ich mich so wohl und geborgen fühle. Nicht ganz einfach....und doch scheint es das Richtige zu sein.

  • #2

    Myriam (Freitag, 02 Februar 2018 07:26)

    Liebe Sandra. Auch mich hat die Frage von Julia beschäftigt, schön, dass du sie aufgegriffen hast. Ein wirklich spannendes Thema. Aus meinem Erleben kann ich sagen, dass der Rückzug ins Schneckenhaus immer wieder ein sehr wichtiger und hilfreicher ist. Es passiert da nämlich unglaublich viel, wenn wir uns in unser Schneckenloch zurückziehen und wenn es mal im Aussen ruhiger wird. Aber das sind die meisten Menschen nicht gewohnt und es sieht dann so wie „nichts tun“ aus.....oh, wie das täuscht.... Es passiert da drin ganz viel. Auch das Aussen kann eine Komfortzone sein und das sich nach Innen wenden, die grössere Herausforderung.... Du schreibst es so schön, es geht auch da - aus meiner Sicht - um ein sich erlauben, ganz bei sich zu sein und mit dem noch Unsichtbaren einfach zu Sein, es anzunehmen, manchmal auch einfach es auszuhalten, v.a. auch für Menschen, die es gewohnt sind, im Aussen sehr aktiv zu sein.

  • #3

    Monika Richrath (Mittwoch, 07 Februar 2018 10:40)

    Liebe Sandra,

    das ist ein sehr schöner Beitrag - animiert mich sofort dazu, alles für heute fallen zu lassen und mich auf die Couch zu schmeißen oder den weißen Wald zu genießen ...

    Die Erfahrung, dass in den vermeintlichen Stillstandszeiten, wo man die Wände rauflaufen könnte, weil man den Stillstand nicht will, in Wahrheit total viel passiert, habe ich auch schon sehr häufig gemacht. So bin ich dazu gekommen, diese Zeiten zu schätzen und sie bewusst zu nutzen für mich selbst ...

    Liebe Grüße, Monika