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Warum es sich lohnen kann, das JETZT zu lieben.

 

Multitasking ist sexy. Alles gleichzeitig erledigen ist in. Eine der neuen wertvollen Kompetenzen. Sollte man meinen. 

Doch was bringt uns das wirklich? Alles gleichzeitig zu tun? Zu hetzen, zu rennen, zu planen, zu essen, zu telefonieren, in den Social Media's surfen, dem Kind zu hören und wo möglich noch kochen - UND all das gleichzeitig? Es hinterlässt das fade Gefühl, nicht zu genügen. Erschöpfung macht sich breit. Unzufriedenheit und Stress. Wir tuen alles gleichzeitig und nichts mehr wirklich bewusst. Ich kenne das und ertappe mich auch immer wieder regelmässig dabei. Doch ist das wirklich befriedigend? Ist es erstrebenswert, so perfekt sein zu wollen. Keine Schwäche zu zeigen und alles zu meistern? 

 

Ich für mich finde nicht! 

 

 

 

Ich habe keine Lust mehr - immer perfekt zu sein. Ich will mich authentisch wie das Leben ist, zeigen. Die Zeiten nehmen wie sie sind. Auch, wenn es nicht immer nur perfekt ist. Ich will offen sein, auch gegenüber meinen Freunden und Menschen, die mir wichtig sein. Wenn wir alle anfangen, wieder mehr etwas unperfekt zu sein, dann helfen wir uns gegenseitig, den Druck wegzunehmen. Wieder mehr mal etwas sein zu lassen. 

 

Darum lieber nicht mehr dem Leben hinter her rasen und sich bewusster für das JETZT entscheiden. 

 

Ich habe für mich so kleine JETZT-Rituale für den Alltag entwickelt, welche mir helfen, den
"Zeitraser-Stress-Wettlauf" zu unterbrechen.  Gerne teile ich diese kleinen Impulse mit euch.

 

1. Wenn ich mich dabei ertappe, dass ich hektisch durch die Stadt "renne" und völlig im Kopf unterwegs bin, dann 
   beginne ich, mich auf mein Gehen zu konzentrieren. Was ist das Laufen doch für ein Wunder. Achtsam nehme ich 
   jeden Schritt wahr. Und gleichzeitig mit jedem bewussten Schritt, verschwindet die Hektik und ich bin jetzt einfach
   grad am Gehen. 

 

2. Ein weiteres wirksames und überhaupt kein neues Hilfsmittel ist der Atem. Gerade wenn ich beim Autofahren bin
    und merke, dass grad alles etwas viel ist und der Kopf voller Gedanken ist, nutze ich diese Zeit, ganz bewusst 2-3 
    Mal ganz tief in den Bauch zu atmen. Das tut ungemein gut. 

 

3. Der Morgenkaffee. Bewusst sich an den Tisch sitzen und nichts anderes tun, als einfach gerade für ein paar
    Minuten den Kaffee zu geniessen.

 

4. Langsamer werden und bewusst eines nach dem anderen tun. Viele kennen das. Der morgendliche Stress mit 
     anziehen, vorbereiten, Kinder bringen, Termine einhalten. Statt sich von dieser Hektik sprichwörtlich auffressen 
     zu lassen - für sich selber STOP sagen. Und einfach eines nach dem anderen tun. Ganz bewusst. Wir sind dadurch 
     nicht langsamer, im Gegenteil. Und ein toller Effekt - sind wir ruhig, sind es auch die Kinder. 

 

5. Den Perfektionismus ablegen. Den gibt es gar nicht. Er ist einfach nur ein grosser Feind von uns selbst.
    Lieber herzlich chaotisch und unperfekt sein zwischendurch, als anstrengend perfekt. 

 

6. Und bitte bitte, wenn Kinder da sind. Handy und alle Geräte weglegen und sich zwischendurch mal uneinge-
    schränkt den Kindern widmen. Zuhören. Mitspielen. Zeit schenken. Was gibt es wertvolleres? 
 

Für alle welche es interessiert, ich habe 3 Monate absolut ohne Smartphone gelebt - und es ist ganz wunderbar gegangen. Und es bleibt nachhaltig. Das Smartphone hat bei mir unglaublich an Wert verloren. Es lohnt sich. 

Demnächst wird ein Artikel über meine Erfahrungen erscheinen - ich habe jedoch bereits am Anfang dieses Experimentes darüber geschrieben (hier geht es zum Artikel).  

Also, kommt mit ins JETZT. Zwischendurch einfach mal kurz die Handbremse ziehen und sich umsehen, was ist gerade, was spüre ich gerade, wie geht es mir gerade jetzt. So verlieren wir nicht die Beziehung zu uns selbst und werden belohnt, mit wundervollen kleinen Momenten. Willkommen im JETZT. 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Jennifer (Donnerstag, 12 April 2018 16:27)

    Liebe Sandra,
    ein schöner Artikel mit sehr nützlichen Anstupsern!
    Ich bin super gespannt auf deinen Bericht über die Smartie-freie Zeit! :)
    Liebe Grüße
    Jennifer

  • #2

    Trix (Donnerstag, 12 April 2018 16:36)

    Toller Artikel liebe Sandra.