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Kennt ihr eure "Wiese des Seins"? Oder fällt es euch leicht, nichts zu tun?

 

Von klein auf, werden wir mit Erwartungen und Konditionierungen aufgezogen. Warum ist Nichtstun so schlecht? Warum ist in unserer Gesellschaft ein Mensch wertvoller, wenn er fast nur ackert und arbeitet wie wild, sich für alle anderen aufopfert und das süsse Nichtstun beiseite schiebt? Was ist daran so schlecht, zwischendurch mal gar nichts zu tun? 

Warum hat Nichtstun einen so schlechten StellenWERT in unserer Gesellschaft? 

 

Mir geht es oft so, ich erlaube mir das viel zu wenig. Kaum lege ich mich hin, geht mein Gedankenkarussell los.
Du solltest doch noch die Rechnungen abschliessen, du wolltest doch noch telefonieren, du hast die Mails noch gar nicht alle beantwortet. Der Boden sollte mal gesaugt werden, die Kleider ausgemistet und das Büro aufgeräumt werden. Manchmal, das gebe ich zu, höre ich einen Moment zu und stehe wieder auf und tue, was mir gerade einfällt. Doch manchmal, gelingt es mir, liegen zu bleiben. Weil ich merke, es gibt mir Energie, es tut mir gut und ich erlaube mir das. 

Doch dies braucht Willen. UND SelbstWERT. 
Sich das WERT sein, dass zu tun, wonach wir Lust haben. 

Wie toll wäre es, wenn wir uns auf eine "Wiese des Seins" hin liegen dürften. Abgeschirmt vom Alltag, von Problemen, von Menschen, die etwas von einem Wollen. 

Auf dieser Wiese haben wir endlich Zeit, zu zuhören. Uns selber zu zu hören. Was will ich? Was ist mir wichtig wirklich im Leben? Oder einfach nur in die Luft zu starren und den Wolken zu zu schauen. Zu schlafen, zu sein. Einfach mal auf dieser Wiese sein ohne etwas zu müssen. Ausser zu wollen. 

Was brauchen wir um uns das wieder mehr zu erlauben? Ich bin der festen Überzeugung, dass das eine Kernkompetenz ist, welche täglich an Wichtigkeit zu nimmt. Nur wer sich immer wieder Zeit für sich selber nimmt, ganz bewusst, kann sich erden und stärken für die Hürden des Alltags. 

Nicht mehr vor sich selber wegrennen, sondern sich bewusst machen, wer bin ich und was will ich? Menschen, die den Mut haben, für sich einzustehen, eigenverantwortliches Handeln und Tun gehört zur Tagesordnung. Um so durch's Leben zu gehen, brauchen wir eines, der Moment des Seins. Bei sich zu sein. 

So haben wir alle die Möglichkeit, uns in unseren Alltag eine "Wiese des Seins" einzubauen. Wie? 
Wir suchen uns einen Lieblingsplatz in der Natur oder daheim, wir reservieren uns ganz bewusst Zeit mit uns selber, auch ICH-Zeit darf in den Terminkalender. Rituale geben uns die Möglichkeit, Zeit mit uns selber zu verbringen oder Natel- und Social-Media-freie Abende. 

 

Einzige Regel auf dieser Wiese ist, es geht nicht darum etwas zu leisten. Es geht absolut nur um eines, endlich mal wieder bei sich zu sein. Sich von nichts ablenken zu lassen, einfach bei sich sein. 

 

Kennt ihr eure eigene "Wiese des Seins"? 
Zeit es herauszufinden. 

Herzliche Grüsse 

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